Steuben-Denkmal, 1910/1987

Albert Jaegers


Clayallee Ecke Hüttenweg
Bronze

Epoche:   Kaiserreich       Bezirk:   Zehlendorf
Ensemble: Südwest



Foto: Marc Wellmann 2004


Inschrift vorn im Sandsteinsockel: Friedrich-Wilhelm Baron von Steuben 5. 11. 1730 - 28. 11. 1794
Auf der Rückseite Bronzetafel mit einer Kurzbiographie Steubens und den Umständen der Denkmalsaufstellung sowie der Nennung privater Sponsoren
Abguss des Originals, das am Weißen Haus in Washington 1910 von US-Präsident Howard Taft enthüllt worden war. Eine Kopie stand als Geschenk des Kongresses der USA von 1911 bis 1945 in Potsdam, wo sie Kaiser Wilhelm II. enthüllt hatte. Anlässlich von Steubens 200. Todestag 1994 kehrte ein Nachguss als Ersatz für die nach dem Zweiten Weltkrieg eingeschmolzene Skulptur an diesen Standort zurück. Ein dritter Guss steht seit 1996 in Steubens Geburtsstadt Magedeburg.
Der 1730 in Magdeburg als Sohn eines Ingenieurhauptmanns geborene Friedrich Wilhelm von Steuben trat bereits siebzehnjährig als Fahnenjunker in die preußische Armee, kämpfte als Offizier in den Schlachten bei Roßbach und Kunersdorf und wurde Flügeladjutant Friedrichs des Großen. 1777 ging er nach Amerika. "Ich kam nicht, um Reichtümer oder Ehrentitel zu verlangen", schrieb Steuben nach seiner Landung an der Ostküste in einem bemerkenswerten Brief an den Kongreß. "Willig würde ich mit meinem Blut die Ehre erkaufen, eines Tages meinen Namen in den Reihen der Verteidiger Ihrer Freiheit zu sehen." Steuben meldete sich im Winterquartier George Washingtons bei Valley Forge. Was er dort vorfand, war eine bunt zusammengewürfelte Armee von fünftausend Freiwilligen. Daraus machte er in kurzer Zeit eine schlagkräftige Truppe. Steuben wurde zum Generalinspekteur der amerikanischen Armee berufen und gewann das volle Vertrauen Washingtons. Er entwarf weitgehende Operationspläne und hatte auch mit eigenen Truppenkommandos wesentlichen Anteil am amerikanischen Sieg im Unabhängigkeitskrieg. Eine Stadt im Staate Ohio - Steubenville - wurde nach ihm benannt. In Washington und in anderen amerikanischen Städten wurden Steuben-Denkmäler errichtet. Die 1919 in New York gegründete "Steuben Society of America" und in ihrer Nachfolge (seit 1945) die "Steuben-Schurz-Gesellschaft" fördern die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Präsident Lyndon Johnson proklamierte den 17. September zum "Steuben-Tag". - Das Steuben-Denkmal in Milwaukee wurde 1921 von der Ortsgruppe der Steuben-Society gestiftet.
Caspar 2003, S. 259 ff.
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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