Stier und Kuh, 1935-36

Adolf Strübe


Olympiastadion, Jahnplatz, Haus des Deutschen Sports
Bronze

Epoche:   NS-Zeit       Bezirk:   Charlottenburg
Ensemble: Olympiastadion



Foto: Marc Wellmann 2004
Foto: Marc Wellmann 2004


Bezeichnet: "ADOLF STRÜBE"
Für die künstlerische Ausstattung des gesamten Olympia-Geländes war ein "Kunstausschuss" eingesetzt worden, der für einzelne Aufgaben beschränkte Wettbewerbe ausschrieb. Aufgefordert wurden zumeist die Künstler, die sich 1935 an dem Wettbewerb zur Ausgestaltung der Eingangspfeiler der Dietrich-Eckart-Bühne (heute Waldbühne) beteiligt hatten. In dem Kunstausschuss waren neben Vertretern des Innen-, Erziehungs- und Propagandaministeriums die Architekten Werner March und Paul Schultze-Naumburg, Eugen Hönig als Präsident der Reichskulturkammer und die Bildhauer Wilhelm Gerstel, Ludwig Isenbeck und Josef Wackerle Mitglieder.

Um nach alter Olympischer Tradition das Element des Wassers in die Ikonographie des Geländes des Reichssportfeldes aufzunehmen, sollten vor den Übungsschwimmbecken am Jahnplatz Wassertiere platziert werden. Nach den renommierten Künstlern Bernhard Bleeker und Richard Knecht waren Fritz von Graevenitz, Willy Ernst Schade und Adolf Strübe aufgefordert worden, Entwürfe für diesen Standort vorzulegen. Der Kunstausschuss entschied sich für den Vorschlag von Strübe, der einen stehenden Stier und eine liegende Kuh mit Kalb vorsah. Schließlich wurden zwei im Wasser stehende Tiere ausgeführt und von der Berliner Gießerei Noack in Bronze gegossen.
1982 wurden Teile der Beckenanlage verfüllt und mit Rasen, bzw. Betonplatten belegt. Damit ist der von March geforderte Bezug zu dem Element Wasser nur noch schwer nachvollziehbar.
(Josephine Gabler)
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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