Siegesgöttin (Deutsche Nike), 1936

Willy (Wilhelm) Meller


Olympiastadion, Westseite, nördliche Trennung zum Maifeld
Bronze, H. 860 cm (mit Sockel)

Epoche:   NS-Zeit       Bezirk:   Charlottenburg
Ensemble: Olympiastadion



© Fotobestand W. Schäche, Berlin, Aufnahme 1992


Für die künstlerische Ausstattung des gesamten Olympia-Geländes war ein "Kunstausschuss" eingesetzt worden, der für einzelne Aufgaben beschränkte Wettbewerbe ausschrieb. Aufgefordert wurden zumeist die Künstler, die sich 1935 an dem Wettbewerb zur Ausgestaltung der Eingangspfeiler der Dietrich-Eckart-Bühne (heute Waldbühne) beteiligt hatten. In dem Kunstausschuss waren neben Vertretern des Innen-, Erziehungs- und Propagandaministeriums die Architekten Werner March und Paul Schultze-Naumburg, Eugen Hönig als Präsident der Reichskulturkammer und die Bildhauer Wilhelm Gerstel, Ludwig Isenbeck und Josef Wackerle Mitglieder.

Das Pendant zu den "Sportkameraden" von Sepp Mages markiert den Übergang vom öffentlich zugänglichen Stadionteil zum Bereich der Übungsanlagen des Reichssportfeldes. Im Gegensatz zu den anderen Skulpturen des Geländes wurde für diese Arbeit ein Thema vorgegeben: die Darstellung einer "Deutschen Nike". Zunächst waren der Münchner Georg Müller und der Kreuznacher Stanislaus Cauer zur Abgabe von Entwürfen aufgefordert worden. Nachdem der Kunstausschuss diese Vorschläge abgelehnt hatte, wurden im Juli 1935 Meller, Hans Bleeker und Hans Schmidt um weitere Entwürfe gebeten. Im Dezember 1935 erhielt Meller seinen zweiten Auftrag für das Reichssportfeld.
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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