Sowjetisches Ehrenmal, 1945

Lew Jefimowitsch Kerbel


Großer Tiergarten, Straße des 17. Juni, Nähe Brandenburger Tor
Sowjetsoldat aus Bronze auf Marmorsockel, gesamthöhe ca. 20 m

Epoche:   Nachkrieg-Ost       Bezirk:   Tiergarten
Ensemble: Straße des 17. Juni



Foto: Marc Wellmann 2004
Gedenkstätte Seelower Höhen. Foto: Marc Wellmann 2010


Die Anlage mit einer Gesamtfläche von 60.400 Quadratmetern wurde am 11. November 1945 als Gedenkstätte eingeweiht, die an die beim Sturm auf Berlin gefallenen Sowjetsoldaten erinnert. Ähnliche Anlagen wurden in Küstrin (heute Polen) und auf den Seelower Höhen errichtet. Alle Skulpturen wurden unter der Leitung des sowjetischen Bildhauers Lew Kerbel geschaffen.
Die Kolonnadenarchitektur wurde von Wladimir E. Zigal aus Granitquadern der zerstörten Reichskanzlei gestaltet. Die sechs Seitenpfeiler symbolisieren die Waffengattungen der Roten Armee, und unter den entsprechenden Abzeichen wurden die Namen von 35 gefallenen Soldaten eingemeißelt. Der gärtnerische Teil des Geländes beherbergt die Gräber von 2500 gefallenen Soldaten, obwohl die genauen Angaben nicht bekannt sind.

Börsch-Supan 1977, S. 198, Damus/Rogge 1979, S. 92 ("Marmor aus ehem. Reichskanzlei"), Begleitheft Ehmann 1988, S. 19, Endlich/Wurlitzer 1990, S. 178 f.
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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