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Die Flamme, 1962-63 |
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Heiliger wurde 1960 vom Berliner Senat beauftragt, eine Gedenkstätte zu Ehren Ernst Reuters auf dem nach ihm benannten Platz zu entwerfen. Reuter war 1953 verstorben und hatte als Oberbürgermeister während der Berlin-Blockade internationale Berühmtheit erlangt. Seine Rede vor der Ruine des Reichstagsgebäudes mit dem Satz "Ihr Völker der Welt... schaut auf diese Stadt" ging in die Geschichte ein. Heiliger hatte posthum eine Aufsehen erregende Porträtplastik des SPD-Politikers geschaffen und wurde von der Witwe Hanna Reuter als Bildhauer besonders geschätzt. Der erste, 1961 präsentierte Entwurf des Denkmals sah eine circa neun Meter hohe "Feuersäule" aus Bronze vor, hinter der ein Betonsockel mit dem Kopf Ernst Reuters aufragen sollte. In seinem späteren Entwurf entwickelte Heiliger eine dynamisch in den Himmel strebende Form, in der die Motive einer auflodernden Flamme und eines schwingenden Flügelpaares miteinander verschmelzen. Ikonographisch und entlang der "Ost-West-Achse" auch topographisch verbunden mit der "Ewigen Flamme" auf dem Theodor-Heuss-Platz sowie Friedrich Drakes Viktoria auf dem Großen Stern ist hier auf geradezu trotziger Weise das politische Selbstverständnis West-Berlins kurz nach dem Bau der Mauer formuliert. Als Symbol für Freiheit und Frieden wurde die "Flamme" am 28. September 1963 von dem Regierenden Bürgermeister Willy Brandt enthüllt. (Marc Wellmann) Damus/Rogge 1979, S. 49, Ehmann 1988, S. 148 f., Endlich/Wurlitzer 1990, S. 6 Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert. |
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