Heinrich Heine-Denkmal, 2. Fassung, 1954-56/2002

Waldemar Grzimek


Unter den Linden, neben der Neuen Wache
Bronze, H. 210 (ohne Sockel)

Epoche:   Nachkrieg-Ost       Bezirk:   Mitte




Foto: Gabriele Elsner 2004


Das Denkmal, das Grzimek anlässlich des 100. Todestages Heinrich Heines (1797 - 1856) geschaffen hatte, sollte eigentlich im Kastanienwäldchen hinter der Neuen Wache bzw. vor dem Gorki-Theater aufgestellt werden. Von den DDR-Funktionären als zu wenig heldenhaft für diesen repräsentativen Standort abgelehnt und an den jetzigen Standort im Weinbergpark verbannt. Seit 1997, als sich Heines Geburtstag zum 200. Mal jährte, wurde die Diskussion geführt, das Denkmal am ursprünglich gedachten Ort aufzustellen.

Da die Anwohner am Weinbergspark nicht mehr auf "ihren Heine" verzichten wollten, wurde ein Zweitguss bei der Gießerei Noack in Auftrag gegeben, der durch Mittel des Kulturkaufhauses Dussmann finanziert wurde. Die bezirkliche Denkmalbehörde und der damalige Stadtbaurat Thomas Flierl einigten sich jedoch schließlich auf einen Standort, der mit dem ursprünglich vorgesehenen nicht ganz identisch ist. Statt unter den Kastanien befindet sich das Denkmal seit Dezember 2002 nun am Ostflügel der Humboldt-Universität.
Die Presse sprach in diesem Zusammenhang regelmäßig von einem "doppelten Heinrich", doch existiert noch ein drittes , etwas kleineres Exemplar in Ludwigsfelde, ca. 30 km vor Berlin. Dieses Heinrich Heine-Denkmal, 1. Fassung wurde bereits 1953 auf dem dortigen Heinrich-Heine-Platz eingeweiht. (Marc Wellmann)
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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