Ewige Flamme, 1955

Künstler unbekannt


Theodor-Heuss-Platz


Epoche:   Nachkrieg-West       Bezirk:   Charlottenburg




Foto: Marc Wellmann 2005


Gestiftet von den "Landsmannschaften der deutschen Heimatvertriebenen" wurde die Gasflamme auf dem Steinkubus 1955 von Bundespräsident Theodor Heuss entzündet. Sie sollte bis zur Wiedervereinigung brennen. Eine ähnliche Idee liegt der 1945 entzündeten Flamme in Hiroshima zu Grunde, die erst an dem Tag erlöschen wird, an dem es keine Atomwaffen mehr auf der Erde gibt. Am 20. 11. 1961 wurde das Denkmal der Heimatvertriebenen einbezogen in einen "Protestmarsch gegen Schandmauer und Stacheldraht". Rund 60.000 Jugendliche zogen an diesem Tag vom Wittenbergplatz zum Reichskanzlerplatz, wo ein Aufruf gegen das "Unrechtssystem Ulbricht" verlesen wurde. Nach dem Fall der Mauer am 3. Oktober 1990 wurde die Flamme gelöscht, um jedoch ab dem 10. Dezember 1990 allgemein für die Menschenrechte wieder zu brennen.


Klother 1998, S. 197 ff.
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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