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Märchenbrunnen (Deutscher Wald), 1915 |
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Die Stadt Rixdorf, die seit 1912 den Namen Neukölln trug, wollte seinem zu internationalen Ruhm gelangten Sohn der Stadt, Ernst Moritz Geyger, mit dem Brunnen ein Denkmal setzen. 1915 schuf Ernst Moritz Gegyer, der in Florenz lebte, die Entwürfe für einen Brunnen mit Bronzefiguren unter dem Titel "Symbol des Waldesdomes". Das lebensgroße Gipsmodell wurde erst 1918 kurz vor Ende des 1. Weltkriegs fertig. Als Ende November 1918 Spartakisten im Rathaus Neukölln regierten und gar eine "Republik Neukölln" proklamierten, war an eine Aufstellung des Brunnens nicht mehr zu denken. Auch war die Standortfrage noch nicht entschieden. In der Diskussion war der Platz vor dem neu errichteten Rathaus und der Hertzbergplatz, doch es konnte keine Einigung erzielt werden. Das Modell kam, wie auch die in Muschelkalk ausgeführten Formteile des Brunnens, zunächst in ein Straßenreinigungsdepot. Erst 15 Jahre nach seiner Fertigstellung rückte dann der Brunnen wieder in das öffentliche Interesse. 1934 entschloss sich die Stadtverwaltung, Geygers Brunnen im Schulenburgpark aufzustellen, wo er 1935 eingeweiht wurde. Geygers Bezeichnung für den Brunnen "Deutscher Wald" wurde nicht zuletzt aufgrund der Einweihungsfeier am 11. August 1935 im Volksmund durch "Märchen-Brunnen" ersetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Bronzefiguren eingeschmolzen und der Brunnen wurde durch Bomben weitgehend zerstört. In den 50er Jahren erfolgte eine Wiederherstellung unter dem Thema "Märchenbrunnen". Im April 1968 haben Jugendliche fast alle Brunnenfiguren zerstört, und der Brunnen ging außer Betrieb. Anstelle der ursprünglichen Bronzehirsche wurden 1970 zwei Muschelkalksteinsskulpturen von Katharina Szelinsky-Singer mit Märchenmotiven geschaffen. In den Jahren 2000 und 2001 wurde der Brunnen umfangreich saniert. Im Rahmen dieser Brunnensanierung wurde ein Kunst-am-Bau Wettbewerb ausgeschrieben. Ziel des Wettbewerbs war die Gestaltung von Figuren, die die ursprünglich vorhandenen Putten ersetzen sollten. Zur Ausführung kam der Entwurf von der in Berlin lebenden russischen Bildhauerein Anna Bogouchevskaia. Sie entwickelte die Originalkonzeption in der ihr eigenen Formensprache weiter. Die 16 Bronzefiguren stellen Zitate aus Märchen und frei erfundene Szenen dar, die das historische Gesamtbild durch zeitgemäße Kunst ergänzen. Monika Bönisch, "Der Geyger-Brunnen im Schulenburgpark in Neukölln", in: Messer 1986, S. 42 Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert. |
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