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Zwei Adlerpfeiler, 1936 |
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Für die künstlerische Ausstattung des gesamten Olympia-Geländes war ein "Kunstausschuss" eingesetzt worden, der für einzelne Aufgaben beschränkte Wettbewerbe ausschrieb. Aufgefordert wurden zumeist die Künstler, die sich 1935 an dem Wettbewerb zur Ausgestaltung der Eingangspfeiler der Dietrich-Eckart-Bühne (heute Waldbühne) beteiligt hatten. In dem Kunstausschuss waren neben Vertretern des Innen-, Erziehungs- und Propagandaministeriums die Architekten Werner March und Paul Schultze-Naumburg, Eugen Hönig als Präsident der Reichskulturkammer und die Bildhauer Wilhelm Gerstel, Ludwig Isenbeck und Josef Wackerle Mitglieder. In Konkurrenz zu dem in dieser Zeit bevorzugten Tierbildhauer Max Esser erhielt Raemisch im März 1935 vom Kunstausschuss den Auftrag für die beiden Adler, die, auf hohen Säulen platziert, den Vorplatz und den Eingang zum Haus des Deutschen Sports akzentuieren. Eigentlich sollte Raemisch für seine Arbeit mit dem Olympia-Orden ausgezeichnet werden, als im Januar 1936 bekannt wurde, dass der Künstler mit einer Jüdin verheiratet war. Nach dem Ausschluss aus der Reichskammer der Bildenden Künste und seiner Entlassung aus dem Lehramt emigrierte Raemisch 1939 in die USA. (Josephine Gabler) |
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