Schwimmerin, 1952 ca.

Karl Lemke


Höchste Straße, vor der Schwimmhalle
Bronze, Plastik H. 123 cm, Plinthe: 3,5 x 20 x 20 cm, Sockel: 55 x 63 x 61 cm

Epoche:   Nachkrieg-Ost       Bezirk:   Friedrichshain




Foto: Heike Lengsfeld 2006


Der 1924 geborene Karl Lemke war in der Zeit von 1951 bis 1953 Meisterschüler von Gustav Seitz. Die Plastik zählt also zu seinen früheren Arbeiten. Sie stellt die unterlebensgroße Figur einer nackten Frau dar. Die Frau steht aufrecht auf einer Plinthe, die ebenso groß ist wie ihre Füße, die gerade nebeneinander stehen, die Arme hängen seitlich herab. Die Taille ist extrem schmal, die Hüften ausladend, die Brüste dafür recht klein. Den Blick hat sie nach vorn gerichtet. Die Darstellung wirkt insgesamt sehr starr, da keinerlei Asymmetrie im Aufbau der Figur zu erkennen ist. Die Plastik steht auf einem siebenreihig gemauerten, fast würfelförmigen Sockel von 55 cm Höhe.

Der Standort - sie steht am ehemaligen Eingang der Schwimmhalle - scheint abgesehen von der Frisur, die einer Badekappe ähnelt, die einzige Rechtfertigung für den Titel zu sein. Die Figur ist offenbar nackt, kann also zumindest keine Schwimmerin in der Schwimmhalle sein. Da die Besucher mittlerweile von der anderen Seite die Schwimmhalle betreten, steht die Plastik dort etwas unbemerkt. Die Schwimmhalle wurde 1972 errichtet, was darauf schließen lässt, dass die Plastik nicht eigens für diesen Aufstellungsort geschaffen wurde. (Heike Lengsfeld)
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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