Berlin Junction, 1986-87

Richard Serra


Herbert-von-Karajan-Straße, Ecke Tiergartenstraße, Philharmonie
Corten-Stahl, 3,9 m x 13,65 m x 5,5 cm

Epoche:   Nachkrieg-West       Bezirk:   Tiergarten
Ensemble: Neue Nationalgalerie/Kulturforum



Foto: Marc Wellmann 2004
Foto: Landesbildstelle, Berlin


Richard Serras Skulptur kam 1988 nach Berlin als Exponat der Ausstellung "Metropolis" im Martin-Gropius-Bau. Doch passte sie trotz mehrmaliger Versuche nicht hinein und wurde provisorisch während der Dauer der Ausstellung auf dem Parkplatz des Martin-Gropius-Baus abgestellt. Später wurde die Arbeit vom Land Berlin für den Platz vor der Philharmonie angekauft und zu einem Denkmal an die Euthanasie-Opfer umgewidmet.

Inschrift auf der in den Boden eingelassenen Bronzetafel: "Ehre den Vergessenen Opfern. An dieser Stelle in der Tiergartenstraße 14 wurde ab 1940 der erste nationalsozialistische Massenmord organisiert, genannt nach dieser Adresse Aktion 14. Von 1939 bis 1945 wurden fast 200.000 wehrlose Menschen umgebracht. Ihr Leben wurde als 'lebensunwert' bezeichnet. Ihre Ermordung hieß Euthanasie. Sie starben in den Gaskammern von Grafeneck, Brandenburg, Hartheim, Pirna, Bernburg und Hadamar. Sie starben durch Exekutionskommandos, durch geplanten Hunger und Gift. Die Täter waren Wissenschaftler, Ärzte, Pfleger, Angehörige der Justiz, der Polizei, der Gesundheits- und Arbeitsverwaltungen. Die Opfer waren arm, verzweifelt, aufsässig oder hilfsbedürftig. Sie kamen aus Krankenhäusern, aus Altersheimen und Fürsorgeanstalten, aus Lazaretten und Lagern. Die Zahl der Opfer ist groß, gering die Zahl der verurteilten Täter."



Endlich/Wurlitzer 1990, S. 182, Dickel/Fleckner 2003, S. 39ff.
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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