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Pietà, 1962-63 |
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Die "Pietà" entstand 1962/63 für die Kirche Maria Regina Martyrum in Berlin-Plötzensee, wo in einer einzigartigen Verbindung von Gedenkstätte und Pfarrkirche ein großangelegter sakraler Architekturraum geschaffen wurde. Die Bronzeskulptur des Bildhauers Fritz Koenig steht im Zentrum der Unterkirche, die als Andachtsraum und Grablege dem Gedenken an die Blutzeugen des Dritten Reiches gewidmet ist. Auf einem Sockel erhebt sich die leicht überlebensgroße Gruppe der Gottesmutter mit ihrem toten Sohn im Schoß, in der sich der Name der Kirche ?Maria Regina Martyrum? ein weiteres Mal verbildlicht. Halten und Zeigen des Sohnes durch die trauernde Mutter sind Grundmotiv fast aller Pietà-Darstellungen. Fritz Koenig geht in seiner Interpretation einen wesentlichen Schritt weiter. Die Horizontale der Figur Christi und die Vertikale der Muttergottes durchdringen sich zu einem ineinander verschränkten, unauflöslichen Gefüge von Körpermassen und bilden so zusammen die Gestalt eines Kreuzes, bei dem sich die Balken in der Mitte durchdringen. Deutlich wird hier das den Künstler zu dieser Zeit stark bewegende Problem der Durchdringung zweier Körper, das hier in der unauflöslichen Verbindung von Thema und Form seine sinnfällige Entsprechung findet. Nur wenige Elemente sind aus dieser kompakten Masse der Plastik herausgelöst: der teilnehmend zum Sohn hin geneigte Kopf Mariens, das kraftlos herabhängende Haupt Christi, die schmalen Beine der Muttergottes, die dennoch die gesamte Komposition tragen, und die Beine des toten Sohnes, in denen sich das "zur Erde Drängen" des gesamten Leibes Christi ausdrückt. (Stefanie Weinmayr, Skulpturenmuseum im Hofberg Stiftung Koenig) Ehmann 1988, S. 26, Begleitheft Ehmann 1988, S. 3, Endlich/Wurlitzer 1990, S. 11 WV-Nr. 276 Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert. |
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