Büsten-Denkmal Daniel Friedrich Schleiermacher, 1903/ 04

Fritz Schaper


Taubenstraße 3 (vorher Johannes-Dieckmann-Straße), Innenhof der sogenannten Predigerhäuser
Marmor, überlebensgroß

Epoche:   Kaiserreich       Bezirk:   Mitte




Foto: Werner Rommel 2011
Früherer Zustand. Repro.


Schaper begann im Oktober 1903 die Büste Schleiermachers, der von 1809 bis 1834 an der Dreifaltigkeitskirche wirkte, zu modellieren. Gemäß der Tagebuchaufzeichnungen der Ehefrau Helene Schaper orientierte sich der Künstler an einem Kopf Schleiermachers von Schadow sowie vor allem an einem ölbild, dessen Urheber in den Tagebuchnotizen nicht überliefert wird. Die Arbeit Schapers weist darüberhinaus ähnlichkeit mit Rauchs Schleiermacher-Büste von 1829/30 auf. Schaper entwickelte ein Portrait des Philosophen und Theologen in mittleren Jahren, dessen Physiognomie durch feingliedrige und edle Züge charakterisiert ist.

Ein graugetöntes Gipsmodell der Büste befindet sich im Depot der Berliner Nationalgalerie.

Für das Grabmal Schleiermachers auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof schuf Schaper eine in ein 52 cm hohes Medaillonfeld eingelassene Büste, die eine Kopie der Schleiermacher Büste Rauchs ist.

Von Simson 1976, WV. Nr. 87
Endlich/Wurlitzer 1990, S. 279
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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