Kopf Ernst Reuter, 1954

Bernhard Heiliger


Potsdamer Straße, Kleistpark, Hauptverwaltung der BVG
Bronze, H. 47 cm

Epoche:   Nachkrieg-West       Bezirk:   Schöneberg




Foto: Marc Wellmann 2004


Nach dem überraschenden Tod des Berliner Bürgermeisters Ernst Reuters (1889-1953) wurde festgestellt, daß zu Lebzeiten weder ein Bildnis noch eine Plastik von ihm angefertigt worden war. Hanna Reuter, die Witwe des SPD-Politikers, regte an, das Versäumnis nachzuholen. Für diesen höchst repräsentativen Auftrag wurden zunächst Gerhard Marcks und Richard Scheibe, der auch die Totenmaske abgenommen hatte, in Erwägung gezogen, bis dann die Wahl auf Heiliger fiel. Ein erster Auftrag erging an ihn von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), die Reuter 1928 gegründet und organisiert hatte. Und fast zeitgleich erhielt er einen zweiten Auftrag von der Stadt Berlin durch den Beschluss der von Hanna Reuter geleiteten Jury. Aufgestellt wurden beide Werke zum ersten Todestag Ernst Reuters am 29. September 1954 in zwei aufeinander folgenden Feierstunden vor dem Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses in Schöneberg und im Hauptgebäude der Verkehrsbetriebe am Kleistpark. Während das Exemplar bei der BVG noch an seinem ursprünglichen Standort zu sehen ist, wurde Bernhard Heiligers Kopf aus dem Rathaus Schöneberg entfernt. Die Spuren führten in den Preußischen Landtag, der die Arbeit seit der Wiedervereinigung besitzt. Das Bronzeporträt Ernst Reuters im Roten Rathaus ist nicht, wie es lange Zeit durch ein Schild ausgewiesen war, von Heiliger, sondern von dem Bildhauer Erich F. Reuter. (Marc Wellmann)
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

zu weiteren Werken von Bernhard Heiliger

zum Literaturverzeichnis des Katalogs



zurück zur vorherigen Seite