Heldenehrung und Poesie, 1936

Adolf Wamper


Olympiastadion, Eingang zur Dietrich-Eckart-Bühne (heute Waldbühne)
Muschelkalkstein, H. 280 cm

Epoche:   NS-Zeit       Bezirk:   Charlottenburg
Ensemble: Olympiastadion



Foto: Marc Wellmann 2004
© Fotobestand W. Schäche, Berlin, Aufnahme 1992


Für die künstlerische Ausstattung des gesamten Olympia-Geländes war ein "Kunstausschuss" eingesetzt worden, der für einzelne Aufgaben beschränkte Wettbewerbe ausschrieb. Aufgefordert wurden zumeist die Künstler, die sich 1935 an dem Wettbewerb zur Ausgestaltung der Eingangspfeiler der Dietrich-Eckart-Bühne (heute Waldbühne) beteiligt hatten. In dem Kunstausschuss waren neben Vertretern des Innen-, Erziehungs- und Propagandaministeriums die Architekten Werner March und Paul Schultze-Naumburg, Eugen Hönig als Präsident der Reichskulturkammer und die Bildhauer Wilhelm Gerstel, Ludwig Isenbeck und Josef Wackerle Mitglieder.

Im Januar 1935 wurde ein öffentlicher Wettbewerb zur Ausgestaltung der Eingangspfeiler der Bühne vom Reichsinnenministerium ausgeschrieben. Im März 1935 wurden Konstantin Frick, Josef Walz und Toni Fiedler als Preisträger des Wettbewerbs benannt. Wampers Entwurf gehörte zu den Ankäufen. Der Kunstausschuss für die Ausgestaltung des gesamten Olympia-Geländes korrigierte bereits im gleichen Monat die Wettbewerbsentscheidung und beauftragte Wamper mit einer Überarbeitung seines Entwurfs. Nach Werner March symbolisieren die Figuren mit Fackel und Schwert, bzw. Leier und Lorbeer "die doppelte Bestimmung der Anlage für musisches Festspiel und vaterländische Feier".
(Josephine Gabler)
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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