Denkmal Alexander Freiherr von Blomberg, 1913

Otto Kuhlmann


Otto-Braun-Straße, Ecke Friedenstraße
Muschelkalkstein

Epoche:   Kaiserreich       Bezirk:   Friedrichshain




Foto: Thomas Günther 2004


An dem Hügel, auf dem die Bartholomäuskirche steht, hob sich einst der helle Muschelkalk eines Denkmals vom Grüngrau des Hanges ab - ein antiker Kriegerhelm auf hohem Sockel. Heute ist dieser Kontrast, die einstige Farbe leider nur noch zu erahnen, das Denkmal hat durch Verschmutzung und Verwitterung einen beinah schwarzen Überzug. Der Sockel des Denkmals ist mit einem Bronzemedaillon versehen, das die Jahreszahl 1813 zeigt und von einem Feston gerahmt wird. Unterhalb des Medaillons befindet sich eine Bronzetafel mit der Inschrift: "Fiel als erstes Opfer in den deutschen Freiheitskämpfen. Freiherr Alexander v. Blomberg, geb. Iggenhausen (Lippe) am 31. Januar 1788, gest. hier vor dem Königstor 20. Februar 1813."

An dieser Stelle fiel als erstes deutsches Opfer der Befreiungskriege gegen Napoleon Alexander Freiherr von Blomberg, der nach dem preußisch?französischen Bündnisvertrag in die Russisch-Deutsche Legion eingetreten war. Als im Februar 1813 das russische Heer gegen das von den Franzosen besetzte Berlin anrückte, unternahm eine Vorausabteilung von nur 2000 Mann den Versuch in die Stadt einzudringen.

Das heutige Denkmal, zur Hundertjahrfeier der Befreiungskriege 1913 von Prof. Kuhlmann geschaffen, ist schon das dritte an dieser Stelle, jedoch bewusst im Stil des frühen 19. Jahrhunderts gehalten. (Heike Lengsfeld)



Gießner (Hrsg.), Berlin-Friedrichshain: Baudenkmale, Gedenkstätten, Plastiken im Stadtbezirk, Berlin 1979, S. 64 - Jan Feustel, Spaziergänge in Friedrichshain, Berlin 1994, S. 13 - Endlich/Wurlitzer 1990, S. 232 f.

Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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