Handwerker mit Sohn, 1898

Wilhelm Haverkamp


Andreasstraße 23
Marmor

Epoche:   Kaiserreich       Bezirk:   Friedrichshain




Foto: Thomas Günther 2004


Die auch als Vatergruppe bezeichnete Skulptur schmückte einst mit der Skulptur Mutter mit Kind, der Muttergruppe von Edmund Gomansky (heute im Duft- und Behindertengarten des Volksparkes Friedrichshain) eine marmorne Sitzbank um eine runde Brunnenanlage am Andreasplatz, gegenüber dem heutigen Standplatz.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage teilweise zerstört. Als 1960 an der Stelle eine Kaufhalle gebaut werden sollte, mußten die beiden Skulpturen umgestellt werden. Die Vatergruppe wechselte lediglich die Straßenseite und wurde auf einen 3 m hohen Marmorsockel gestellt.

In der Literatur wird die Skulptur häufig als einziges Arbeiterdenkmal Deutschlands in wilhelminischer Zeit und letztes Zeugnis wilhelminischer Denkmalkunst in Friedrichshain.bezeichnet. Wilhelm Haverkamp (1864?1929) schuf die Skulptur 1898. Der Sohn - ein etwa 5 jähriger Knabe - in einem einfachen Hemd steht mit dem Rücken zu dem sitzenden Vater, den Kopf hat er ihm zugewandt. Er greift nach dem Hammer, den der Vater in den Händen hält. Die Werkzeuge und die Kleidung des Vaters ? Hammer, Schmiedeschürze und Mütze ? kennzeichnen ihn als Schmied und verweisen auf das Arbeitermilieu, das in diesem Stadtteil angesiedelt war. Das Motiv Vater und Sohn stellt die Weitergabe von Berufstraditionen von einer Generation zur nächsten dar. Die Skulptur steht unter Denkmalschutz. (Heike Lengsfeld)



Helios Mendiburu (Hrsg.), Friedrichshain: Ein historischer Spaziergang, Berlin, S. 19 - Helios Mendiburu (Hrsg.), Der Friedrichshain: Eine Wanderung durch den Volkspark, Berlin vor 1998 - Endlich/Wurlitzer 1990, S. 229 - Foto der Originalanlage in Jan Feustel, Verschwundenes Friedrichshain: Bauten und Denkmale im Berliner Osten, Berlin 2001, S. 63
Standortanzeige noch im Testlauf. Nicht alle Werke werden korrekt lokalisiert.

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